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Kultur im Gewölbe

Die klare und warme Akustik faszinierte Monika Recker-Johnson als sie im April 2012 zum ersten Mal den historischen Raum des Sinziger Zehnthofs gemeinsam mit dem Eigentümer Dr. Achim Schewe betrat. Als Cellolehrerin veranstaltete sie im Gewölbe zunächst Schülervorspiele und erprobte den Raum in Konzerten mit ihrem Klaviertrio Bergerette und befreundeten Musikern. Alle bestätigten den ersten Eindruck: Das gewölbte Auditorium mit dem kleinen Sternenfenster und seinen rauen Gesteinsmauern hat Resonanzfrequenzen, des es Künstlern erlauben, ihr Publikum ganz ohne elektrische Verstärkung zu begeistern.

Ein Gitarrrist hörte sogar heraus, dass das Gewölbe auf den Grundton „C“ schwingt. Harfe, Cembalo, Theorbe und Lauten, Xylophon, Kalimba und Mbira – kaum ein Instrument, dass in den 14-tägigen Freitagabendkonzerten noch nicht im Gewölbe erklang.

Aber auch Kunstausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen sind beim Gewölbepublikum gefragt. Eine Beleuchtungsanlage und ein uralter ausgehöhlter, von innen angeleuchter Apfelbaum, ein Werk des Bad Breisiger Bildhauers Paul Hömmerich, setzen die alten Mauern dezent in Szene. Die Zuschauer können noch heute im Mauerwerk römische Ziegel und einen quadratischen Trachytstein entdecken.

Und immer wieder werden neue Ideen umgesetzt: 2014 wurde die Kinderreihe Kaleidoskop gegründet, unterstützt von Ulrike Froissart. Das Gewölbe verwandelte sich seitdem mehrfach in ein Bilderbuchkino, in ein mittelalterliches Lager oder in einen Märchenwald.

Eine Künstlergarderobe wurde geschaffen und der irisch-deutsche Tischler Gerry Needham kreierte eigens für das Gewölbe eine Altholztheke. Viele haben dazu beigetragen, dass aus dem Sinziger Zehnthofgewölbe wieder ein lebendiger Kulturraum wurde. Künstlern, Publikum und Unterstützern gilt unser herzlicher Dank!